REZENSION | EXIT – Das Spiel + Puzzle: Der verschollene Tempel

Der Trend der Exit-Spiele für zuhause reißt nicht ab, nun hat Kosmos einen Hybrid aus Exit-Spiel und Puzzle herausgebracht, den ich mir unbedingt angucken musste.

  • Autorinnen: Inka Brand, Markus Brand, Juliane Voorgang
  • Artwork: Martin Hoffmann (Cover), Maximilian Schiller (Illustration), Michaela Kienle (Grafik)
  • Verlag: Kosmos
  • Spielerinnenanzahl: 1-4
  • Spieldauer: 90-180 Minuten
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Level: Einsteiger

Spielmaterial

Die Box ist doppelt so groß wie die normalen Exit-Spiele von Kosmos, um Platz für die insgesamt 4 Puzzles zu bieten. Außerdem ist wieder klassisch eine Decodierscheibe dabei. Was dieses Mal fehlt sind die Rästel-, Hinweis- und Auflösungskarten, die man aus den anderen Spielen kennt. Statt der Rätselkarten und des Rätselheftes gibt es dieses Mal mehrere kleine Rätselhefte. Hinweise und Auflösungen sind dafür am Ende der Anleitung eingebunden. Außerdem enthält die Box ein paar rätselhafte Teile, die erst zu einem bestimmten Zeitpunkt ins Spiel kommen.

Die Box zusammen mit der Decodierscheibe und der Anleitung. Foto von: Marah Stoldt.

Anleitung

Die Anleitung ist übersichtlich gehalten und durch die Kosmos-Erklär-App kommen auch Lesefaule auf ihre Kosten. Auf der Vorderseite ist auch eine Schnellstart-Anweisung ausgewiesen, für diejenigen, die mit dem Konzept Exit + Puzzle schon vertraut sind und direkt durchstarten wollen.

Spielmechanismus

Wie auch bei den anderen Exit-Spielen wird sich hier durch mehrere Rätsel gearbeitet, welche alle durch einen 3-stelligen Code gelöst werden können. Was zuerst auffällt ist, dass die Überprüfung des Codes dieses Mal nicht anhand von Rätselkarten erfolgt (die fehlen hier nämlich), sondern mithilfe der Decodierscheibe: Gibt man den Code für ein Rätsel ein, muss man auf der Rückseite der Scheibe überprüfen, ob das richtige Rätselsymbol zu erkennen ist. Ist dies der Fall, geben einem 3 kleine Fenster auf der Vorderseite der Scheibe einen Symbol-Code vor, den man (falls der Code wirklich richtig ist) auf einem der Rätselhefte wiederfindet, welches man sich dann angucken darf. Die größte Neuerung ist weiterhin, dass zwischen den Rätseln gepuzzelt werden muss und das ohne zu wissen wie das fertige Bild aussehen soll.

Vier Puzzle aus der Box in Tüten. Foto von: Marah Stoldt.

Fazit

Die Rätsel sind wie immer sehr gut gelungen und im Stil der anderen Spiele der Exit-Reihe. Wir als Exit-Erfahrene sind bei einem der Rätsel ins Stocken geraten, obwohl es als Einsteiger-Level gekennzeichet ist. Ohne Hinweis wären wir wohl auch nicht weiter gekommen, das ist natürlich aber nur unsere persönliche Erfahrung.

Doch was ist nun mit den Puzzles? Das Puzzeln bietet zwischen dem Rätseln eine schöne Abwechslung und ist, da man nicht genau weiß was gepuzzelt wird, angenehm anspruchsvoll. Besonders gut hat mir gefallen, wie Puzzles und Rätsel miteinander verknüpft wurden. Da das Puzzeln schon einen essentiellen Teil an diesem Spiel ausmacht, würde ich dieses Spiel Leuten empfehlen, die das Puzzeln auch wirklich genießen. Vor allem diejenigen, die immer wieder versuchen wollen ihre Rätselbestzeit zu knacken, sollten dem Puzzeln nicht abgeneigt sein, da hier sonst wertvolle Zeit verloren geht.

Wir haben es zu zweit gespielt, was gerade beim Puzzeln auch sehr gut funktioniert hat und meiner Meinung nach ideal ist, da beide immer beschäftigt sind. Wie auch schon bei den anderen Exit-Spielen von Kosmos wird hier Spielmaterial beschädigt, sodass es nicht wiederverwendbar ist, was man davon hält sei jedem selbst überlassen.

Alles in allem haben wir schöne und spannende 2,5 Stunden mit diesem Spiel verbracht und werden auf jeden Fall auch das nächste Spiel der Reihe austesten.

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