Nicht noch ein Roll-and-Write/ Flip-and-Draw-Spiel?! Bei mir hat sich diese Lethargie noch nicht eingestellt, deswegen musste ich mir natürlich eines der neueren Exemplare sofort zulegen.
- Autoren: Elif Svensson, Kristian Amundsen Østby
- Artwork: Gjermund Bohne
- Verlag: Pegasus Spiele
- Spielerinnenanzahl: 1-8
- Spieldauer: 15 Minuten
- Alter: ab 8 Jahren
Spielmaterial

Das Spiel beinhaltet einen Wertungsblock mit insgesamt 100 doppelseitig bedruckten Seiten. Jede Seite bildet eine Insel ab, welche aus sechseckigen Gebietsfeldern zusammengesetzt ist und sich zwischen den einzelnen Blättern nicht unterscheidet. Die Inselpläne auf den 2 Seiten hingegen unterscheiden sich, während die Vorderseite die „Isla Petit“ abbildet, zeigt die Rückseite die „Isla Grande“ – eine größere und auch etwas längere Variante. Neben der Anleitung sind zudem 55 Karten dabei, darunter Karten, die die unterschiedlichen Geländearten abbilden, Aufbaukarten und Bonuskarten, sowie 8 kleine Bleistifte.
Anleitung
Die Anleitung ist kompakt und sinnvoll aufgebaut. Neben Spielmaterial und Spielaufbau, nehmen die Regeln der Basis-Variante nur 3 Seiten in Anspruch, inklusive Beispielen und grafischer Untermalung, daher dauert auch die Erklärung nur wenige Minuten. Hinten sind dann auch noch weiter Varianten des Spiels erklärt, welche für eine erste Partie nicht notwendig sind, inklusive der „Isla Grande“ und der Regeln für das Solo-Spiel.
Spielmechanismus
Bei „Trails of Tucana“ handelt es sich um ein sogenanntes „Flip & Write“-Spiel, bei dem in jeder Runde Karten aufgedeckt werden, welche die Spieler und Spielerinnen auf eine vorgegebene Art und Weise auf ihrem Wertungsblock eintragen. Hier geschieht dies in Form von Pfaden die zwischen 2 Gebieten eingezeichnet werden müssen, die durch die gezogenen Gebietskarten vorgegeben werden. Restriktionen gibt es dabei keine, die Pfade können kreuz und quer auf den Plan gezeichnet werden. Schafft man es allerdings eine der Sehenswürdigkeiten (Obelisk, Buch, Tukan, Yet oder Seeungeheuer) mit einem der Dörfer am Rand, gekennzeichnet durch die Nummern, zu verbinden, erhält man einen Bonus in Form von Punkten. Schafft man es später die 2. Sehenswürdigkeit derselben Art mit einem Dorf zu verbinden so darf man als zusätzliche Aktion einen weiteren Pfad zwischen 2 beliebigen Gebieten einzeichnen. Darüber hinaus bringt das verbinden der Dörfer mit demselben Buchstaben Punkte, sowie Bonuspunkte für die erste Spielerin, die diese Dörfer verbindet.

Da es insgesamt 27 Gebietskarten gibt, ist nach 13 eingezeichneten Pfaden der Stapel bis auf eine Karte durchgespielt und eine Zwischenwertung wird durchgeführt. Hierbei werden alle durch Sehenswürdigkeiten erreichten Punkte zusammengezählt und in das entsprechende Feld für die Endwertung eingetragen. Danach wird der Stapel noch einmal gemischt und durchgespielt, dann erfolgt die Endwertung. Hier werden wieder die Sehenswürdigkeiten gezählt (bedeutet also, dass Sehenswürdigkeiten, die schon im ersten Durchgang angebunden wurden, zweimal in die Wertung zählen) und zuätzlich noch die durch verbundene Dörfer erreichten (Bonus-)Punkte. Wer die meisten Punkte erreicht gewinnt, bzw. kann im Solo-Spiel anhand einer Tabelle der Erfolg gemessen werden.
Fazit
Trails of Tucana erfindet das Genre zwar nicht neu, ist aber eine willkommene, erfrischende Variante mit schönem Thema. Es ist schnell erklärt und aufgebaut, perfekt als kleines Spiel für zwischendurch, Spiel im Urlaub oder als Absacker. Mithilfe der Aufbaukarten ist es möglich die Dörfer unterschiedlich zu nummerieren, was für ein wenig Asymmetrie sorgt und die von uns präferierte Variante ist. Besonders gut gefällt mir die Variante „Isla Grande“, sie dauert etwas länger, da wir hier über insgesamt 3 Durchgänge spielen. Oftmals haben wir diese einfach direkt nach der Vorderseite gespielt, da es in der Regel nie bei nur einer Partie bleibt. Das einzige was meine Euphorie für dieses Spiel etwas trübt, ist das Artwork auf dem Wetungsblock selber. Während die Schachtel mich optisch direkt angesprochen hat, genauso wie das schöne Schachtelinnere, sieht der Block eher etwas trist aus. Das tut dem Spielspaß selber aber keinen Abbruch. Für Liebhaberinnen von „Flip & Write“-Spielen ein absolutes Muss!
Ein Kommentar zu “REZENSION | Trails of Tucana”